Weltklasse im Club

Team Hämmerling TuS Sennelager spielt in der Nachbarstadt

Autor: Frank Hofen

Nach wie vor ist es so, dass der ostwestfälische Tennis-Bundesligist Team Hämmerling TuS Sennelager auf Grund der zu kleinen eigenen Platzanlage ausweichen muss. In dieser Saison werden zum >Tor zur Senne< beim Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss (HTC) die fünf Heimspiele ausgetragen.

Hövelhofer TC Blau-Weiss gerüstet

„Wir sind Tennissport. Wir bewegen was“, sagt Daniel Didier (1. HTC-Vorsitzender), „und wir sind mit großer Begeisterung dabei, unsere Anlage perfekt herzurichten. Dass bei uns Bundesliga-Begegnungen stattfinden, ist eine einmalige Chance uns in der Stadt zu präsentieren. Seitdem bekannt ist, dass der TuS Sennelager bei uns spielt, ist das Interesse an unserem Club sprunghaft angestiegen.“

Nachdem die Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Deutschen Tennis Bund und den Bundesliga-Clubs zunächst auf Eis gelegt sind, kann nun gespielt werden. Im Prinzip war eigentlich für den 04. Juli der Start in die Tennis-Point Bundesliga der Herren terminiert gewesen. Allerdings wurde auf Grund von Einreisebestimmungen im Rahmen der Corona-Pandemie der komplette erste Spieltag auf den 16. Juli verschoben. Demzufolge nimmt Westfalens einziger Tennis-Bundesligist, Team Hämmerling TuS Sennelager, seine diesjährige Saison am 09. Juli mit einer Heimbegegnung gegen den Deutschen Meister des Jahres 2016, Badwerk Gladbacher HTC, auf. Bekanntlich tragen die Ostwestfalen in diesem Jahr ihre fünf Heimbegegnungen beim Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss aus.

Insgesamt gesehen haben die zehn Tennis-Bundesligisten abermals nationale und internationale Top-Spieler gemeldet, doch die Ein- und Ausreisebedingungen lassen derzeit keine verlässlichen Aussagen seitens der Teamchefs zu. „Dieses personelle Vabanque-Spiel kann in dieser Saison letztlich entscheidend sein“, sagte Marc Renner, Hämmerlings-Teamchef. So müssen sich die derzeit noch in Wimbledon spielenden Profis entscheiden, direkt von der dortigen Blase in die nächste zum Turnier nach Hamburg zu fliegen, will man die Quarantänezeit umgehen. Oder sie entscheiden sich jetzt schon für die Hartplatz-Saison in den USA. „Und dann gibt es auch noch Olympia“, so Renner.

Dass der Name des Team Hämmerling TuS Sennelager nach nur einem Jahr Tennis-Bundesliga einen so guten Klang hat, hängt natürlich mit dem sensationellen Abschneiden in der Saison 2019 zusammen. „Das wurde uns immer wieder anerkennend gesagt, was sich auch bei den Tennisprofis herumgesprochen hat“, meint Renner und verweist natürlich auch auf die sportliche Entwicklung einiger Hämmerling-Profis. Neben Hurkacz (ATP 20) sind dies insbesondere sein Landsmann Nobert Gombos (ATP 81), der Franzose Arthur Rinderknech (ATP 118) und der Slowake Jozef Kovalik (ATP 127). Allerdings ist angesichts der aktuellen Lage völlig offen, wer wann dabei sein wird. Zum Aufgebot gehören (ATP-Ranking vom 14. Juni) des Weiteren: Juan Manuel Cerundolo (ATB 147), Frederico Ferreira Silva (ATP 168), Kacper Zuk (ATP 173), Alex Molcan (ATP 181), Zdenek Kolar (ATP 232), Gian Marco Moroni (ATP 263), Manuel Guinard (ATP 298), Jonas Forejtek (ATP 320), Antonie Cornut-Chauvinc (ATP 461), Daniel Cukierman (ATP 805), Jan Zielinski (ATP 857), Daniel de Jonge (ATP 1156), David Pel (ATP-Doppel 83) und Mathias Musil (DTB 315).

Zu den Heimspielen sind aktuell bis zu 500 Zuschauer zugelassen. Der Zutritt erfolgt nur mit negativem Corona-Test, genesen oder komplett geimpft. Die Anlage des Hövelhofer Tennisclub Blau-Weiss (HTC) befindet sich an der Von-der-Recke-Straße 30 in 33161 Hövelhof.

Bildzeile: Freuen sich auf den Saisonstart: Teammanager Ralf Hämmerling (links) und der HTC-Vorsitzende Daniel Didier. © Ralf Meier