Weltklasse im Club

Gladbach mit mehr Glück zu Hause gegen Köln als in Aachen

Autor: Michael Hölzle

Gladbach und Köln hatten sich geeinigt den Spieltag von 26.7. auf den 27.7. zu verlegen. Die Kölner hatten im Vorfeld bereits durchblicken lassen, dass Dustin Brown, der ehemalige Gladbach Spieler, wieder gesund ist und spielen würde.

Trotz durchwachsendem Wetter hatten gut 1100 Zuschauer den Weg auf die Gladbacher Anlage gefunden und das Heimteam unterstützt. Dustin Brown spielte im Trikot der Kölner sein typisch unorthodoxes, aber unterhaltsames Tennis. Der Gladbacher Andrej Martin stellte sich im Verlauf des Matches immer besser auf Dustin ein und gewann 7:6 6:2.

Zeitgleich spielte das Gladbacher Eigengewächs Tim Sandkaulen auf dem Nebenplatz sein erstes Bundesliga-Einzel in dieser Saison gegen den Syrer Hazem Naw. Das Match war denkbar knapp und wurde erst im Match-Tiebreak mit 11:9 für Tim entschieden. Glück für die Gladbacher, denn Hazem hatte im letzten Satz zwei Matchbälle vergeben (7:5 5:7 11:9).

Marton Fucsovics musste gegen Kimmer Coppejans antreten. Nach starkem Start des Gladbachspielers hatte der Belgier einen Höhenflug und gewann im Match-Tiebreak (6:2 5:7 6:10). Daniel Gimeno-Traver, der bislang eine gute Bundesligasaison spielt, konnte seinen positiven Trend im Spiel gegen Jan Choinski fortsetzen und gewann glatt in zwei Sätzen (7:6 6:3).

Die Doppel wurden nach ca 20 Minuten von einer etwa ein stündigen Regenpause unterbrochen. Andrej Martin und Roman Jebavy schien die Pause nicht gross aus dem Rhythmus gebracht zu haben. Die beiden Gladbacher gewannen gegen Hazem Naw und Pascal Koch mit 6:4 6:4 und machten damit den 4:2 Sieg für Gladbach perfekt. Marton Fucsovics und Tim Sandkaulen hatten Mühe gegen Coppejans/Born und verloren 7:6 0:6 7:10.

Am Folgetag (Sonntag 28.7) waren die Gladbacher zu Gast bei Kurhaus Lambertz Aachen. Das Wetter hatte es diesmal nicht gut mit den Tennisspielern gemeint: Die ersten beiden Einzel mussten in der Halle ausgetragen werden. Alexsandr Nedovyesov spielte gegen den Italiener Filippo Baldi und Tim Sandkauen gegen Nils Langer. Beide Matches waren sehr ausgeglichen, am Ende aber setzten sich beide male die Gastgeber durch (Nedo verliert 6:4 3:6 9:11 und Tim verliert 6:7 5:7).

Danach ging es bei Nieselregen wieder auf die Sandplätze. Daniel Ginemo-Traver konnte wiederum einen Matchpunkt für Gladbach gegen Tim Pütz sichern (7:5 6:2). Andrej Martin lieferte sich eine wahre Sandschlacht gegen Pablo Cueva. Nachdem Martin vergangene Woche nur knapp im Match Tiebreak gegen Nikoloz Basilashvili verloren hatte, unterlag er Pablo ebenfalls im Match Tiebreak mit 9:11 (3:6 7:5 9:11). Wir hätten ihm alle gegönnt, dass er seine gute Saisonleistung heute mit einem Sieg gegen einen Top 50 Spieler belohnt.

Somit stand es 1:3 nach den Einzeln aus Sicht der Gäste. Nachdem Martin/Gimeno-Traver gegen Cuevas/Pütz glatt mit 4:6 2:6 im ersten Doppel verloren hatten, war aus Gladbacher Sicht die Hoffnung auf einen Punktgewinn in Aachen begraben. Nedo und Tim konnten zumindest noch einen Matchpunkt gegen Baldi/Langer sichern (6:3 6:7 10:8). Endstand 2:4.

Durch den Punktverlust in Aachen ist Gladbach von Platz zwei auf Platz vier in der Tabelle gerutscht. Zwei Punkte hinter dem neuen Tabellenführer Krefeld und den zweitplatzierten Mannheimern sowie einen Punkt hinter Aachen. Da die Gladbacher aber eine bessere Matchpunktbilanz als Aachen und Mannheim und die gleiche wie Krefeld aufweisen können, sind die ersten drei Tabellenplätze für Gladbach noch in Schlagdistanz. Mit dieser Ausgangslage dürften die letzten drei Spieltage ein spannendes Saisonfinale werden.