Weltklasse im Club

Die Ostwestfalen reisen zum TC Großhesselohe

Autor: Frank Hofen

Vor dem Start in die 1. Tennis-Point-Bundesliga der Herren war es für Ralf Hämmerling (Namens- und Hauptsponsor), Marius Kur (Coach) und Marc Renner (Teamchef) vom Debütanten Team Hämmerling TuS Sennelager nur ein Traum, in der Liga zu bleiben. Nach sechs Spieltagen gewinnt diese Illusion aber Wirklichkeit zu werden, denn die Ostwestfalen haben sich mittlerweile auf den sechsten Tabellenplatz vorgespielt.

 

Drittes Auswärtsspiel hintereinander führt an die Isar

„Wenn wir das schaffen sollten, wäre das mehr wert als alle sieben Aufstiege vorher zusammen“, sagt Renner, der am Sonntag beim Mitaufsteiger TC Großhesselohe anzutreten hat. Für das Sennelager-Trio ist auch klar, dass in der in dieser Saison äußerst ausgeglichenen Liga mindestens sieben Punkte zum Klassenverbleib erforderlich sind. Fünf Zähler haben die Ostwestfalen bereits. Mit einem Sieg im dritten Auswärtsspiel in Folge beim Tabellensiebten in München, der nach Pluspunkten einen Zähler hinter den Paderbornern liegt, könnte dies gelingen. Dass das Team um den früheren Doppel-Weltklassespieler und heutigen Teammanager der Bayern, Christopher Kas, auch im Abstiegskampf verwickelt ist, war eigentlich nicht vorhersehbar. „Mit dieser Mannschaft müssten sie eigentlich um die Meisterschaft mitspielen“, so Renner.

Nach 16 Jahren ist der TC Großhesselohe letztjährig als Südmeister zurückgekommen, und Teamchef Bernard Eßmann formulierte eine deutliche Zielvorgabe: „Wir sind gekommen, um zu bleiben.“ Eine gewisse Nervosität ist zweifelsohne vor der Partie gegen die Ostwestfalen auf der Anlage am Isarhochufer zu spüren, denn in punkto der Formation hüllt man sich in Schweigen. Klar ist lediglich, dass Florian Mayer spielen wird.

 

Ausgeglichener Kader will den Klassenerhalt sichern

„Wir sind in Weinheim noch enger zusammengerückt“, so die Einschätzung von Coach Marius Kur nach dem Sieg bei den Kurpfälzern, so dass dies auch personell im Team zu sehen ist. Die beiden Hämmerling-Spitzenspieler Antoine Hoang (ATP 109) und Jozef Kovalik (ATP 326) stehen zur Verfügung und die Reise nach Pullach in den Ortsteil Großhesselohe werden auf jeden Fall Dragos Dima (ATP 322), Arthur Rinderknech (ATP 357) sowie David Pel (ATP-Doppel 109) antreten. Offen ist noch die Position des Nicht-EU-Spielers, wobei sich die Nominierung zwischen den beiden Russen Alexey Vatutin (ATP 199) und Ivan Gakhov (ATP 381) entscheiden wird. Diese Sennelager-Formation kann daher nicht mit großen Namen glänzen, ist aber leistungsmäßig so ausgeglichen, dass ihnen auch eine weitere Überraschung zuzutrauen ist. „Die halbe Miete ist geschafft, denn nun können wir es selber schaffen und sind von keiner anderen Mannschaft mehr abhängig. Noch ein Sieg und wir bleiben drin“, meint Ralf Hämmerling.

 

Foto: Wer letztlich am Sonntag für den TC Großhesselohe im Duell gegen das Team Hämmerling TuS Sennelager auflaufen wird, ist nicht bekannt, bis auf eine Ausnahme: der 35-jährige Florian Mayer, ehemals die Nummer 18 der Weltrangliste, tritt gegen die Ostwestfalen an. © GERRY WEBER OPEN_KET