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Rochusclub mit Sieg im letzten Spiel gegen Kurhaus Aachen – Aachen verteidigt Platz 3

Für das Team aus der NRW-Landeshauptstadt endet die Saison 2017 mit einem 4:2 Sieg über TK Kurhaus Lambert Aachen. Nils Langer muss im Spitzeneinzel beim Stand von 1:2 im ersten Satz aufgeben. Kurhaus Aachen sichert sich mit dem 2:4 dennoch den dritten Tabellenplatz.

„Was will man mehr, als die Saison mit einem Sieg zu beenden und einen respektablen 4. Platz zu belegen“, resümiert der Düsseldorfer Teamchef Detlev Irmler. Doch auch die Aachener zogen eine positive Bilanz aus dem 2:4.

Die 750 Zuschauer, die sich auf der Monheimsallee in Aachen eingefunden hatten, sahen ein kurzes Einzel an Position 1, da Nils Langer (ATP 355) beim Stand von 1:2 im ersten Satz aufgeben musste. Damit ging der Sieg an Filip Horansky aus dem Rochusclub Bundesliga-Team.

An Position 2 kam es zum Duell Matthias Bachinger (Aachen, ATP 299) gegen Tom Schönenberg (Düsseldorf, ATP Doubles 635). Der Münchener Bachinger konnte dieses Match souverän mit 6:4 und 6:2 nach Hause bringen und damit den ersten Punkt für Aachen sichern.

Philipp Oswald aus Österreich, der vor kurzem in Gstaad seinen insgesamt fünften ATP Tour Titel im Doppel feiern konnte, traf auf den Niederländer Matwe Middelkoop. In diesem Duell der beiden Doppelspezialisten behielt der Niederländer im Dienste vom Rochusclub Düsseldorf mit 6:4 und 6:2 die Oberhand.

Mit 7:6 (3) gewann Domonik Meffert für Aachen den ersten Satz an Position 4. Erneut deutete sich ein Sieg des Ersatzmannes von Kurhaus Lambertz Aachen an. Jedoch schlug der Niederländer Wesley Koolhof, die Nummer 59 im Doppel-Ranking, zurück und sicherte sich den zweiten Satz mit 6:1. Im Champions-Tiebreak war Koolhof dann der stärkere Spieler, was zu einem 10:4 und damit zu einem weiteren Punkt für Düsseldorf führte.

Aufgrund der Verletzung von Nils Langer konnte in der folgenden Doppelrunde nur eine Partie bestritten werden. In diesem Doppel kam es zum Duell zwischen Matthias Bachinger und Philipp Oswald für Aachen und Filip Horansky und Wesley Koolhof für Düsseldorf. Diese spannende Partie, mit vielen Weltklasseballwechseln gespickt, entschied das Aachender Duo mit 5:7, 6:3 und 10:7 für sich. Allerdings konnte dieser Punkt nichts mehr an der feststehenden Niederlage ändern. Damit stand der 4:2 Sieg für das Allpresan Rochsuclub Bundesliga-Team fest.

Für die Düsseldorfer ein rundum gelungener Tag, denn auch der auf das Spiel folgende Dopingtest von Filip Horansky und Tom Schönenberg wurde erfolgreich bestanden. NTrotz der 2:4 Niederlage konnten sich auch die Aachener freuen: Die zwei erzielten Matchpunkte sorgten dafür, dass der dritte Tabellenplatz erfolgreich verteidigt werden konnte und man den Gegner aus Düsseldorf einen Platz hinter sich halten konnte. „Niemals zuvor haben wir uns so sehr über eine 2:4-Niederlage gefreut!“ lautete einstimmig der Tenor bei den Verantwortlichen im schönen Aachener Kurpark.

Eine schnelle Genesung wünschen wir Nils Langer vom TK Kurhaus Lambertz Aachen.

 

Wird Blau-Weiss Halle am Sonntag zum fünften Mal Deutscher Meister?

HalleWestfalen. Die 1. Tennis-Point Bundesliga der Herren hat noch zwei Spieltage zu absolvieren und dann ist die 46. Saison, die Liga gründete sich 1972, Geschichte. Voraussichtlich dürfte am Sonntag, dem 8. Spieltag, 13. August, die letzte Entscheidung fallen.

Zuvor ist bereits am letzten Sonntag mit dem Abstieg von Blau-Weiss Aachen, sie gehörten nur zwei Jahre der Liga an, die erste Saisonentscheidung gefallen. In diesem Jahr gibt es nur einen Absteiger. Nachdem der Nordmeister Bremerhavener TV den Aufstieg nicht angenommen hatte, startete die erste Bundesliga am 09. Juli mit nur neun Teams. Demzufolge hat am jeweiligen Spieltag immer ein Team spielfrei. Dies trifft für den ungeschlagenen Tabellenführer Blau-Weiss Halle (12:2 Punkte) am neunten und letzten Spieltag (20. August) zu.

Allerdings scheint es unwahrscheinlich zu sein, dass erst dann der Deutsche Mannschaftsmeister 2017 feststeht. Alles spricht dafür, dass die ostwestfälische GERRY WEBER-Mannschaft um Teamchef Thorsten Liebich am Sonntag neuer nationaler Meister sein wird. Es wäre für die Haller, die seit 20 Jahren der Liga angehören, nach 1995, 2006, 2014 und 2015 der fünfte nationale Titelgewinn. Hinter dem Ligaprimus folgt derzeit Grün-Weiss Mannheim, die am vergangenen 7. Spieltag vor 4.200 Zuschauern mit einem 2:4 (2:2) bei den Blau-Weissen ihre erste Saisonniederlage hinnehmen mussten. Demzufolge liegen die Badener mit einem 8:4-Punktestand auf Rang zwei und haben sich letztlich so um die Titelvergabe gebracht. Die Tabellenplätze drei bis fünf haben mit jeweils einem 7:5-Konto Kurhaus Lambertz Aachen, Allpresan Rochusclub Düsseldorf und Blau-Weiß Krefeld inne. Dahinter folgen Deutsche Öl und Gas Rot-Weiss Köln (5:7), der Aufsteiger TC Weinheim (6:8), der Titelverteidiger Badwerk Gladbacher HTC (4:8) und der sieglose Tabellenletzte Blau-Weiss Aachen mit 0:12.

Trotz dieser fast entschiedenen sportlichen Situation, lassen die übrigen sieben Mannschaften nichts unversucht, ihre aktuellen Tabellenplatzierungen zu verbessern. Dies gilt sowohl für die Düsseldorfer, die am Sonntag beim Tabellenführer (Spielbeginn 11.00 Uhr) in Halle anzutreten haben, als auch für den Deutsche Meister Gladbach. Der empfängt auf eigener Anlage Grün-Weiss Mannheim. Sie alle wollen mit einem möglichen Sieg ihrer alles andere als bis dato optimal verlaufenen Saison noch einen positiven Touch geben. Allerdings lässt der kommende sonntägliche Ablauf keine Zweifel aufkommen; wenn Blau-Weiss Halle seine Auseinandersetzung gegen die NRW-Landeshauptstädter – die seit 29 Jahren der ersten Bundesliga angehören und noch nie den Titel gewinnen konnten – siegreich gestalten kann, ist alles fix: sie wären dann Deutscher Mannschaftsmeister.

„Wir wollen uns ordentlich verkaufen“, so die Botschaft des Düsseldorfer Teamchefs Detlef Irmler, der zum Auftakt der letztjährigen Saison den Ostwestfalen am ersten Spieltag eine 2:4-Niederlage beibringen konnte. Trotz der renommierten Namen auf Seiten der Haller wie unter anderem Robin Haase, Daniel Munoz de la Nava und Jarkko Nieminen. Die Rheinländer wurden letztlich am Ende der Saison 2016 Deutscher Vizemeister. Mit den Brüdern Mischa und Alexander Zverev hat der ehemalige deutsche Davis-Cup-Teamchef Irmler zwar attraktive Namen auf seinem Meldebogen, doch zum Einsatz sind sie in diesem Jahr nicht gekommen. Das Rochusclub-Team wird am Sonntag angeführt von dem talentierten 25-jährigen Mats Moraing (ATP 301), der auf Grund von Verletzungen aber auf der Stelle tritt. Ein Jahr jünger ist die Nummer zwei, der Slowake Filip Horansky (ATP 441), der als 18-Jähriger unter anderem die Doppelkonkurrenz bei den Australian Junior Open gewinnen konnte. Einen aktuellen Grand-Slam-Sieger bietet Detlev Irmler mit Alejandro Davidovich (ATP 558) auf. Der 18-Jährige, Sohn eines Schweden und einer Russin mit spanischem Pass, stand bei den French Open der Junioren im Halbfinale und gewann anschließend in Wimbledon. Der 26-jährige Deutsche Tom Schönenberg komplettiert mit dem erfahrenen Niederländer Matwe Middelkoop, aktuell die Nummer 59 der ATP-Doppel-Weltrangliste, das Aufgebot.

Sollte nach vier Einzel- und zwei Doppelbegegnungen das Schlussresultat ein 3:3-Unentschieden sein, wären die Gastgeber auch Meister. Selbst bei einer 2:4-Niederlage sind die Meisterschaftsträume auf der Anlage an der Weststraße im Schatten des GERRY WEBER STADIONS noch nicht geplatzt, denn dann steht wiederum das Duell in Mönchengladbach zwischen Badwerk und dem Team aus der badischen Kurpfalz im sportlichen Fokus. Doch auf diese Rechenschiebereien will sich Thorsten Liebich erst gar nicht einlassen und bietet sein verschworenes Bundesliga-Team der letzten Spieltage auf. Angeführt wird das Aufgebot vom deutschen Davis-Cup-Spieler Jan Lennard Struff (ATP 54) und dahinter folgen Daniel Munoz de la Nava (ATP 414), Jeremy Jahn (ATP 201), Enrique Lopez-Perez (ATP 300), Tim Pütz (ATP 466), Thiemo de Bakker (ATP 375) und Lennart Zynga. Sie alle haben, wie Teamchef Liebich immer wieder betont, „mächtig Bock auf Bundesliga“, was sie im Laufe der Saison mehrfach gezeigt haben.

So führten auch zwischenzeitliche 0:2-Rückstände nicht zu Niederlagen, denn spätestens die Doppel sorgten so mindestens für zwei Unentschieden in Köln und daheim gegen Kurhaus Aachen vor 3.800 Zuschauern. Eine überragende Doppelbilanz haben im Übrigen der 27-jährige Jan-Lennard Struff und sein zwei Jahre älterer Teamkollege Tim Pütz aufzuweisen. Fünfmal trat dieses spielstarke Duo an und fünfmal verließen sie den Court siegreich. Der >hessische Bub< Pütz trat zudem zweimal mit Thiemo de Bakker im Doppel an, in Gladbach und Weinheim, und auch hier blieb dieses Gespann ungeschlagen. Angesichts dieser 7:0-Doppelbilanz, addiert mit einer 4:1-Ausbeute aus den Einzelpartien, ist der Frankfurter mit einer 11:1-Ausbeute und der ATP-Platzierung 465 schlechthin Halles Meisterspieler.

Diese Ranglistennotierung zeigt aber auch zugleich auf, dass nicht immer aktuelle Topplatzierungen auf der ATP-Weltrangliste die Basis für Siege sind. Ein anderer Haller-Bundesligaprofi ist weiterer Beleg dafür: Daniel Munoz de la Nava. Der 35-jährige Madrilene, seit fünf Jahren im Trikot der Ostwestfalen, rangiert derzeit auf Position 414. Er war bereits Meisterspieler in den Jahren 2014 und 2015 und hat in diesem Jahr eine sehr gute 4:1-Einzelbilanz aufzuweisen. Das Geheimnis des sportlichen Erfolges ist beim TC Blau-Weiss Halle zweifelsohne der Teamspirit. Es wird viel Wert darauf gelegt, dass sich die Spieler untereinander verstehen. So bekommt Thorsten Liebich das ganze Jahr über auch Tipps und Hinweise, wer sich mit wem versteht – menschlich und sportlich. Insofern kam auch Thiemo de Bakker, er spielte bereits 2009 eine Saison für die Ostwestfalen, zurück, der im niederländischen Davis-Cup-Team vielfach mit der Haller Nummer eins, seinem Landsmann Robin Haase, gemeinsam im Doppel antritt.

Bundesliga-Tennis in Halle ist zum Markenzeichen für die ostwestfälische Region geworden und Zuschauerzahlen zwischen 3.500 und 4.200 Fans sind keine Seltenheit. Überhaupt ist festzuhalten, dass in dieser Saison das Publikumsinteresse enorm angestiegen ist. So hat der Rochusclub auf seiner Anlage am Grafenberger Wald bei vier Heimspielen fast 12.000 Zuschauer gehabt und Grün-Weiss Mannheim ist mit knapp 10.000 Zuschauern – bei bis dato drei Heimspielen – ebenfalls in der Publikumsgunst weit vorne. Erfreulich ist auch, dass die Domstädter, die in diesem Jahr erst ihre dritte Bundesliga-Saison bestreiten, auch im Schnitt pro Heimspiel auf ihrer Rot-Weiss-Anlage 2.400 Zuschauer zu verzeichnen haben. Dies alles geht natürlich einher mit den zum Einsatz gekommenen Weltklassespielern, die sich bei ihren Teameinsätzen publikumsnah geben.

So hatte beispielsweise Kurhaus Lambertz Aachen mit Roberto Bautista-Agut (ATP 16/Spanien), Pablo Cuevas (ATP 27/Uruguay) und Diego Schwartzman (ATP 36/Argentinien) drei Topspieler im Team, die Domstädter boten Benoit Paire (ATP 41/Frankreich), Andreas Seppi (ATP 83/Italien) und den Deutschen Dustin Brown (ATP 97) auf. Blau-Weiß Krefeld hatte den Italiener Paolo Lorenzi (ATP 38) als Spitzenmann und in Mannheim auf der Neckarplatt-Anlage begeisterten der ehemalige Weltranglisten-Zweite Tommy Haas und Nicolas Kicker (ATP 80) aus Argentinien. Für den voraussichtlichen neuen Deutschen Meister traten neben Jan-Lennard Struff noch so spielstarke Profis wie Robin Haase (ATP 52), der Georgier Nikoloz Basilashvili (ATP 63) und der Portugiese Joao Sousa (ATP 51) an.

Erfreulich ist aber auch festzustellen, dass die Deutschen ihren Platz in den Liga-Mannschaften haben. Namen wie Maximilian Marterer, Cedric-Marcel Stebe, Matthias Bachinger (alle Kurhaus Lambertz Aachen), Tim Sandkaulen (Badwerk Gladbacher HTC), Peter Gojowczyk, Tobias Kamke, Daniel Brands (alle Grün-Weiss Mannheim), Mats Moraing, Tim Schönenberg (beide Allpresan Rochusclub Düsseldorf), Oscar Otte (Deutsche Öl und Gas Rot-Weiss Köln), Yannick Hanfmann und Frank Wintermantel (TC Weinheim) sind die erfreuliche Bilanz nationaler Profis. Diese positive Entwicklung ist zweifelsohne auch darauf zurückzuführen, dass die Zeiten des großen Geldes einzelner Mäzene passé ist. Stattdessen ist Seriosität und Kontinuität angesagt.
Wachsendes Zuschauerinteresse und eine sportlich ausgeglichene 1. Tennis-Point Bundesliga sind zumindest das vorläufige Fazit der laufenden Saison.

Text von Frank Hofen (TC Blau-Weiss Halle)

Bildzeile: In der 1. Tennis-Point Bundesliga kann der TC Blau-Weiss Halle am Sonntag seine fünfte Deutsche Meisterschaft gewinnen. Erreichen wollen dies (stehend von links): Thiemo de Bakker, Tim Pütz, Thomas Dappers (Coach), Jan-Lennard Struff, Lennart Zynga sowie (kniend von links): Daniel Munoz de la Nava, Jeremy Jahn, Kolja Herrman (Physiotherapeut) und Teamchef Thorsten Liebich. © Kurt Vahlkamp

Düsseldorf trifft auf Blau-Weiss Halle

Das Allpresan Rochusclub Bundesligateam wird am kommenden Sonntag dem 13. August um 11 Uhr am Westring auf den TC Blau- Weiss Halle treffen.

Trotz großer personeller Schwierigkeiten verlief die Saison für den Rochusclub überraschend erfolgreich.
„Das Rumpfteam hat sich prächtig geschlagen, den Abstieg frühzeitig vermieden und steht zur Zeit punktgleich mit Kurhaus Aachen und Krefeld auf dem dritten Tabellenplatz“ Detlev Irmler.
Am Sonntag geht es nach Halle und das Allpresan Rochusclub Bundesligteam will dem Tabellenführer den Titel nicht kampflos überlassen.

Wir werden mit unseren Jungspunden Mats Moraing, Filip Horansky und Tom Schönenberg anreisen. Als Highlight der Veranstaltung wird der Wimbledon Junioren Sieger Alejandro Davidovich das Bundesligateam des Rochusclubs verstärken. Angeführt werden die Jungs von unserem Altstar und Doppelspezialisten Matwe Middelkoop.

Das Team des Rochusclubs freut sich auf einen weiteren spannenden Spieltag und ist bereit auf der Anlage des TC Blau- Weiss Halle den Gegnern Paroli zu bieten.

Text von Detlev Irmler (Allpresan Rochusclub Düsseldorf)

Düsseldorf gewinnt richtungsweisende Partie gegen BW Aachen

Das Bundesliga Team des Allpresan Rochusclub Düsseldorf setzt sich bei gutem Wetter und 4200 Zuschauern gegen Blau-Weiss Aachen durch.

An einem für beide Teams extrem wichtigen Spieltag waren die Voraussetzungen von Beginn an klar:

Für Aachen musste ein Sieg her, um aus dem Tabellenkeller zu kommen und den Kampf um den Klassenerhalt noch einmal spannend zu gestalten. Auf der anderen Seite würde diese Partie den Düsseldorfern die Richtung für die letzten beiden Spieltage vorgeben. Mit einem Sieg könnte man noch einmal oben angreifen, während bei einer Niederlage der Blick eher in Richtung unteres Tabellendrittel wandern würde.

So starteten die ersten Einzelpartien mit Lukas Rosol (Rochusclub, ATP 176) gegen Niels Desein (Aachen, ATP 715) und Filip Horansky (Rochusclub, ATP 441) gegen den Lefty Jannis Kahlke (Aachen, ATP 557). Ein phänomenal aufspielender Filip Horansky ließ seinem Gegenüber keine Chance und dominierte das Spiel mit seiner unheimlich druckvollen Rückhand fast nach Belieben. Immer wieder kam es zu packenden Crosscourt-Duellen von der Vorhand Kahlkes auf Horanskys Rückhand. Allerdings entschied der Slowake im Dienste des Allpresan Rochusclub Düsseldorf diese Rallies weitaus häufiger für sich. Nachdem der erste Satz mit 6:2 noch etwas umkämpfter war, ging der zweite Durchgang mit 6:0 sehr klar an die Nummer 4 vom Rochusclub. Damit war der erste Einzelpunkt für Düsseldorf gesichert.

Der als Favorit gestartete Lukas Rosol erwischte an Position 2 zum Leidwesen des Düsseldorfer Publikums nicht seinen besten Tag und hatte dementsprechend viel Mühe gegen den unangenehm spielenden Niels Desein. Während der erste Satz noch im Tie-Break an den Belgier von Blau-Weiss Aachen ging, entschied dieser den zweiten Satz dann mit einem Break Vorsprung 6:4 für sich. Somit ging der zweite Punkt an Blau-Weiss Aachen. Zwischenstand vor der zweiten Einzelrunde: 1 zu 1.

Daraufhin standen die Spieler und Zuschauer für die Begegnungen Mats Moraing (Rochusclub, 301 ATP) gegen Germaine Gigounon (Aachen, 516 ATP) und Guido Andreozzi (Rochusclub, 150 ATP) gegen Yannick Mertens (Aachen, 291 ATP) in den Startlöchern.

Die Düsseldorfer Nummer eins Guido Andreozzi zeigte gegen seinen Aachener Kontrahenten Yannick Mertens eine konzentrierte Leistung. Die vielen Zuschauer auf dem Center Court der Anlage am Rolander Weg sahen hochklassige Ballwechsel und einen argentinischen Lokalmatador, der bei eigenem Service wenig anbrennen ließ und folgerichtig mit 6:4, 6:3 den nächsten Punkt für Düsseldorf einfuhr.

Das Highlight dieses Spieltags fand jedoch auf dem Nebenplatz statt. Dort standen sich der Deutsche Mats Moraing für Düsseldorf und der Belgier Germaine Gigounon für Aachen gegenüber. Nach nervösem Start im ersten Satz, welcher mit 6:4 an Gigounon ging und von vielen unnötigen Fehlern des Düsseldorfers geprägt war, steigerte sich Moraing im zweiten Durchgang deutlich. Die Quote der so genannten „Unforced Errors“ verringerte sich, während der 1. Aufschlag häufiger im Feld untergebracht wurde. Somit sicherte sich Moraing den zweiten Satz verdient mit 6:2. Nun sollte also der Matchtiebreak die Entscheidung herbeiführen. Nach einem Auf und Ab, mit Matchbällen für beide Spieler, entschied mit Mats Moraing der deutlich aggressivere Spieler das Match für sich. Nichtsdestotrotz hat die Aachener Nummer 3 Germaine Gigounon eine klasse Partie abgeliefert und mit seinem großen Kampf- und Siegeswillen viele Sympathien gewonnen. Unter großem Beifall der begeisterten Zuschauer verließ der Sieger Mats Moraing den Platz und freute sich über den dritten Punkt für Düsseldorf.

 

Mats Moraing setzt sich nach tollem Kampf im Einzel durch. Bildmaterial von Allpresan Rochusclub Düsseldorf

Mit dieser 3:1 Führung für Düsseldorf nach den Einzeln, war die Marschroute für Blau-Weiss Aachen klar: Um hier noch was mitzunehmen mussten beide Doppel geholt werden.

Im zweiten Doppel triumphierten  Yannick Mertens und Gille Sander nach hartem Kampf gegen Mats Moraing und Tom Schönenberg mit 10:8 im Champions Tie-Break und somit ging ein erster Punkt im Doppel nach Aachen. Es lag nun alles an dem Doppel Andreozzi/Horansky gegen Desein/Gigounuon. Auf beiden Seiten wurde bis zum letzten Punkt gefightet, doch am Ende holten die beiden Düsseldorfer Jungs den entscheidenden Punkt zum 4:2 für das Team von Detlev Irmler.

„Natürlich sind wir enttäuscht über das Ergebnis. Auch wenn wir mathematisch vielleicht noch nicht abgestiegen sind, gibt es nur noch wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt“, stellte der Aachener Teamchef Marc Zander nach der Partie fest. „Heute wäre ein 3:3 auch fair gewesen, aber das kann man natürlich nicht jeden Spieltag sagen. Wir waren heute hoch motiviert. Trotzdem möchte ich mich bei dem sehr fairen Publikum in Düsseldorf für die tolle Atmosphäre bedanken“, so Zander weiter. Für den Düsseldorfer Teamchef hat sich mit Filip Horansky ein Spieler besonders hervorgetan „Dieser Junge hat mich heute sehr stolz gemacht. Filip hat nicht nur das Einzel unglaublich bestritten, sondern auch im Doppel neben Guido Andreozzi eine sehr gute Partie gespielt“, so Irmler.

 

Das letzte Heimspiel der Saison – Düsseldorf empfängt Aachen

Am kommenden Sonntag tritt das Allpresan Rochusclub Bundesligateam zu seinem letzten Heimspiel gegen TK Blau-Weiss Aachen an.

Die vergangenen Wochen haben gezeigt, zu was das Team von Detlev Irmler fähig sein kann, obwohl 7 der besten Spieler ausgefallen sind.

Die kommende Partie gegen BW Aachen ist richtungsweisend für uns und kann über den Klassenerhalt entscheiden. Die Personalprobleme der letzten Wochen sitzen uns noch in den Knochen und wir hoffen, für das kommende Match eine starke Mannschaft stellen zu können, sodass wir unser Versprechen, die Klasse zu halten erfüllen können.

Voraussichtlich werden Guido Andreozzi, Lukas Rosol, Jaume Munar und Mats Moraing in den Startlöchern für das Düsseldorfer Team stehen.

Wir freuen uns auf das letzte Heimspiel im Rochusclub, hoffentlich bei Sonnenschein und zahlreichen Besuchern. Wie auch die vergangenen Heimspiele können die Matches über den Livestream von sportdeutschland.tv und sportstadt.tv mitverfolgt werden.

 

 

Text von Detlev Irmler (Allpresan Rochusclub Düsseldorf)