Blau-Weiß Halle mit fünf Neuzugängen

Blau-Weiss Halle hat fünf Neuzugänge für die Saison 2017: Abschied von Jarkko Nieminen • Gekommen sind Joao Sousa & Nikoloz Basilashvili

Halle/Westfalen. Der TC Blau-Weiss Halle hat seine personellen Planungen dieses Jahr bereits sehr früh abgeschlossen gehabt. Der Grund liegt darin begründet, dass das GERRY WEBER-Team diesjährig 20 Jahre der Eliteliga des nationalen Tennissports angehört und in den zwei Jahrzehnten einige sportliche Meriten einheimsen konnte. Zudem begeht der Tennisclub in diesem Jahr sein 60. Vereinsjubiläum und dies soll entsprechend gefeiert werden. In den zwei Jahrzehnten konnten die Ostwestfalen vier Mal die Deutsche Meisterschaft gewinnen und außerdem sind noch sechs Vizemeisterschaften zu erwähnen. „Eine stolze Zahl“, meint Teamchef Thorsten Liebich, der auch in dieser Saison ambitionierten Tennissport auf der Anlage an der Weststraße in Halle bietet.

Stärker besetzt
Erreichen wollen dies die Blau-Weissen, die mit knapp 2.200 Besuchern pro Heimspiel stets eine prächtige Zuschauerkulisse aufzubieten haben, abermals mit einem spielstarken Team. „Unser Kader wird stärker besetzt sein als im Vorjahr“, sagt Liebich, der seine Mannschaft an den oberen Positionen breiter aufgestellt sieht. Zudem hofft er, „in diesem Jahr von Verletzungen seiner Spieler verschont zu bleiben.“ Einer, der sich letztjährig trotz eines schmerzhaften Fersensporns zur Verfügung gestellt hatte, war Jarkko Nieminen. Der 35- jährige Finne, der von 2006 bis 2016 das Trikot der Blau-Weissen trug, wird nicht mehr dabei sein. „Es ist schade, dass Jarkko nicht mehr kann und will“, so Liebich, denn die frühere Nummer 13 der Welt war nicht nur ein sportliches Aushängeschild, er war auch in all den Jahren Publikumsliebling.

Der Portugiese Joao Sousa ist einer der Neuzugänge im GERRY WEBER-Team und fortan die Nummer eins im Aufgebot der Ostwestfalen. © GERRY WEBER OPEN_KET


Gelebter Teamspirit
Erfreulich ist allerdings für die Haller, dass in der Jubiläumssaison mit Jan-Lennard Struff und dem Niederländer Robin Haase zwei spielstarke Profis weiterhin zur Verfügung stehen. Beide gehören seit 2011 den Blau-Weissen an und haben maßgeblich zur Etablierung als Spitzenteam beigetragen. Der aus Warstein stammende Struff hat sich inzwischen auf die Weltranglistenposition 52 vorgespielt und kommt in der Bundesliga auf eine Bilanz von 26:3- Siege. Diese Leistungssteigerung hat natürlich zu Anfragen anderer Bundesligateams geführt, doch dies hat er ebenso abgelehnt wie Robin Haase. Sie fühlen sich nicht nur dem GERRY WEBER-Team verbunden, sie leben auch den vielbesagten Teamspirit der Ostwestfalen. Genauso wie Tim Pütz, der ebenfalls ein Gesicht der Mannschaft ist. Bei ihm bleibt zu hoffen, dass er nach langer Verletzungspause wieder zu alter Spielstärke zurückfindet.

Starke Verpflichtungen
Nach dem gegenwärtigen Stand der ATP-Weltrangliste ist der portugiesische Neuzugang Joao Sousa die neue Nummer eins. Gegenwärtig wird er auf Rang 37 notiert, war bereits im vergangenen Jahr die Nummer 28 und lebt heute in Barcelona. Obwohl er sich am wohlsten auf Sand fühlt, hat der 27-Jährige auf der ATP World Tour zwei Turniere auf Hardcourt gewonnen. „Das zeigt seine Vielseitigkeit auf“, sagt Liebich, „und er ist eine enorme Verstärkung für uns. Gleiches gilt auch für den Georgier Nikoloz Basilashvili, der derzeit auf Platz 61 der Weltrangliste geführt wird. Dies ist auf seinen glänzenden Turnierstart ins Jahr 2017 zurückzuführen. So erreichte er in jüngster Zeit in Sofia ein ATP-Halbfinale (unter anderem mit einem Sieg über Dominic Thiem) und im US-amerikanischen Memphis spielte er sich bis ins Finale vor.

Ein interessanter Neuzugang ist der Georgier Nikoloz Basilashvili, den alle nur >Basil< rufen und sich zu Jahresbeginn an die Top 50 der Welt gespielt hat. © Blau-Weiss Halle


Wieder zurück
Seit 2013 gehört Daniel Munoz-de la Nava zum Haller Team und mit einer 12:1-Bilanz gehört der Madrilene ebenfalls zu den Erfolgreichen im Aufgebot. Er hat seinen Landsmann Enrique Lopez-Perez (ATP 163) empfohlen, der sowohl Einzel als auch Doppel spielen kann. Vor sechs Jahren schlug der Niederländer Thiemo de Bakker bereits schon einmal für die Ostwestfalen auf und anschließend sprang seine bis dato beste Weltranglistenplatzierung heraus: Platz 46. Danach lief es allerdings nicht mehr so gut für den heute 28-Jährigen, doch unbestritten ist sein großes Potential. Der vierte Neuzugang ist Jeremy Jahn, der zuletzt für den Absteiger Blau-Weiss Neuss gespielt hat. „Wir wollten in unserem Jubiläumsjahr auch wieder eine spielstarkes Team haben“, so Teammanager Ralf Weber, „was uns mit diesem Aufgebot auch bestens gelungen ist. Mit Struff und Haase haben wir unsere sportlichen Aushängeschilder halten können, und die Neuzugänge garantieren Spitzensport. Und den wollen unsere Bundesligafans bei den Heimspielen auch sehen.“